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Historie
Chronik
des Vereins
1929
In
der Schreinerwerkstatt Hutter gründen musikbegeisterte junge Leute eine
Musikkapelle. Unterstützt wird die Kapellengründung vom damaligen
Ortsgeistlichen Pfarrer Uhl und vom Förster Bernthaler. Als Dirigent kann Herr
Josef Berhalter aus Wasseralfingen gewonnen werden, der Bahn- und Busfahrt aus
eigener Tasche bezahlt. Im Hause von Franz Berhalter erhält er kostenlose Übernachtung
und Verpflegung.
Die
Kapelle von 1929 - 1940
Bald
wird von der Gemeinde im Grundbuchamt des alten Rathauses ein Proberaum zur Verfügung
gestellt.
Nach
kurzer, eifriger Probenzeit hat die Kapelle bereits ihre ersten öffentlichen
Auftritte bei Hochzeiten, Kirchweih- und Vereinsfesten in Ellenberg sowie in der
näheren und weiteren Umgebung. Die Zeit des Musizierens geht jedoch mit Beginn
des Zweiten Weltkrieges jäh zu Ende, da nach und nach die meisten Mitglieder
der Kapelle zum Kriegsdienst einberufen werden.
1951
Nachdem
sich in der Gemeinde längst wieder der Wunsch geregt hatte, die Musikkapelle
von neuem aufzubauen, kann der Verein 1951 wieder ins Leben gerufen werden.
Silvester 1951 erfolgt der erste öffentliche Auftritt unter dem neuen
Dirigenten Otto Ziems aus Rosenberg. Bald hat der Verein wieder einen festen
Platz in der Gemeinde erobert.
1953
Die
Musikkapelle erhält die ehrenvolle Aufgabe, die Prozession, welche den
verstorbenen Pater Philipp Jenningen vom Schönenberg zur Stiftskirche
begleitet, musikalisch zu umrahmen.
1954
Aus
den Reihen der aktiven Musiker wird die Tanzkapelle „So viel Schwung“ gegründet,
welche die Kapelle bei Hochzeiten u.ä. entlastet.
1966
Dieses
Jahr bringt dem Verein viel Arbeit, gilt es doch, für das traditionelle
Gartenfest einen festen Platz zu schaffen. Hierfür wird in Eigenarbeit auf dem
Grundstück des Vereinsmitglieds Stefan Lichtmaneker eine nach Osten offene Gerätehalle
gebaut, die für ca. 400 Personen Platz bietet.
1967
Beim
Garten- und Kinderfest zeigt sich die Kapelle erstmals in ihrer neuen Uniform,
deren Anschaffung der lang gehegte Wunsch der Musiker und der Vereinsleitung
war.
In
den folgenden Jahren werden viele Auftritte zur Tradition, so z.B. das alljährliche
Garten- und Kinderfest, das Seefest, der Kinderfasching und der Auftritt beim
Keuerstadtfest. Dass die aktiven Musiker aber nicht nur musizieren können,
beweisen sie bei den verschiedensten Veranstaltungen des Vereins. Geradezu
fieberhaft werden ihre Theateraufführungen von den treuen Anhängern erwartet.
Bekannt und beliebt sind auch die Ausflüge in die Schweiz und nach Österreich,
bei welchen auch die Verbindung zu den passiven Mitgliedern gepflegt wird.
1975
Um
die Zukunft des Vereines auch weiterhin zu sichern, wird nach vielen
Vorbereitungen eine Jugendkapelle gegründet. Am 21. Januar erscheinen die
ersten 17 Jugendlichen zum Unterricht im Schulhaus. Einen großen Beitrag zur
Ausbildung leisten der Jugenddirigent Ernst Wildermuth sowie Alfons
Lichtmaneker, Franz Lichtmaneker und Paul Maier.
1977
Als
Dank für seine großen Verdienste um den Verein wird der scheidende Vorstand
Karl Schweiger bei der Generalversammlung zum Ehrenvorstand ernannt. Aus der
Hand des Geschäftsführers Kreisverband Ostalb im Deutschen Volksmusikerbund,
Herrn Beyrle, erhält er die Fördermedaille am Bande in Silber sowie die
silberne Ehrennadel des Deutschen Volksmusikerbundes.
1979
Sein
50-jähriges Bestehen feiert der Verein mit einem viertägigen Fest im Juli. Höhepunkt
dieses Festwochenendes ist die Weihe der neuen Vereinsfahne durch Herrn Pfarrer
Amann während des Zeltgottesdienstes am Sonntag. Am anschließenden farbenprächtigen
Festumzug durch Ellenberg nehmen 30 Musikkapellen aus dem Ostalbkreis teil und
hunderte Zuschauer säumen die Straßen.
1980
Aus
den Reihen des Musikvereins gründet sich eine 18-köpfige Big-Band, der auch
Musiker angehören, welche nicht aktiv in der Stammkapelle spielen.
Musikalischer Leiter der Big-Band ist Ernst Wildermuth. Schnell hat sich die
neue Formation in der Gemeinde etabliert und entlastet neben den eigenständigen
Auftritten auch die Stammkapelle bei gemeinsamen Auftritten. Klar ist von Anfang
an, dass sich die Musikrichtungen der beiden Gruppierungen deutlich voneinander
unterscheiden sollen.
1983
Rund
20.000 DM lässt dich der Musikverein den Ausbau des westlichen Teils des
Obergeschosses der Funkstelle zu einem schmucken und funktionsfähigen
Vereinsheim kosten, nachdem die Räumlichkeiten von der Gemeinde hierfür zur
Verfügung gestellt worden waren. Neben dem persönlichen Einsatz der aktiven
und passiven Mitglieder sind auch örtliche Firmen und Handwerker mit ihrer
Unterstützung beteiligt. Die Einweihung findet am 18. und 19. Juni statt.
1984
Als
Nummer 53 nimmt die Kapelle am 23. September am Festumzug zur Eröffnung des Münchner
Oktoberfestes teil, bei welchem der Verein zu der Gruppierung „Schwäbische
Landsknechte und Schwäbisches G`wand“ zählt. Erstmals präsentiert sich die
Blaskapelle mit der neuen Vereinstafel, welche Josef Lutz aus Birnhäusle in
40-stündiger Arbeit geschnitzt hatte.
1987
Nach
langer, fast zweijähriger Vorbereitungszeit ist es endlich so weit: am 17.
September starten 37 Aktive des Musikvereins zu einem 8-tägigen Besuch in die
USA, dessen Höhepunkt die Teilnahme an der Steuben-Parade in New York zu Ehren
des deutsch-amerikanischen Generals sein wird.
Zu
Gast ist der Verein beim deutschen Schul- und Gesangverein „Germania Park“
in Dover, New Jersey, dessen Mitglieder die Musiker während ihres Aufenthalts
bei sich auf-
nehmen.
Ihren
ersten offiziellen Auftritt hat die Kapelle am Abend des 18. September bei einem
einstündigen Standkonzert in den Rockaway Mall, einem riesigen Einkaufszentrum,
wo die Musiker gleich einen ersten Eindruck vom „American way of life“
gewinnen.
Ein
ganz besonderes Erlebnis aber ist die Teilnahme an der Steuben-Parade am darauf
folgenden Tag in New York, wo der Verein zusammen mit mehreren deutschen Clubs
den Staat New Jersey vertritt. Während der Parade, welche von der 62. Straße
bis zur 86. Straße führt, wird der Musikverein Ellenberg mehrmals über
Lautsprecher angekündigt.
Noch
am gleichen Abend beginnt im „Germania Park“ das „Oktoberfest“, welches
der Musikverein an diesem Abend als auch am Sonntag musikalisch gestaltet –
ein Mammutprogramm, bei welchem die Musiker durch Einlagen der Big-Band des
Vereins und am Sonntag zusätzlich durch eine örtliche Kapelle unterstützt
werden.
Showeinlagen
wie der „Chicken dance“ (Ententanz), die Alphornbläser und die
Holzhackerbuam begeistern das Publikum besonders.
Die
nun folgenden vier Tage dienen dann der Erholung und dem Kennenlernen von Land
und Leuten: das Spielerparadies Atlantic City, Gettysburg, New York und
Washington stehen auf dem Programm.
Besonders
schwer fällt schließlich der Abschied von den Gastfamilien, war man doch von
den Deutsch-Amerikanern herzlich und gastfreundlich aufgenommen worden.
1988
 Ein
Vereinsausflug der ausgefallen Art findet vom 22. Oktober bis 29. Oktober statt:
sowohl aktive als auch passive Mitglieder des Vereins machen sich auf nach
Calella in Spanien, wo ein internationales Folklore-Festival stattfindet. Für
die Anreise werden mit dem Bus knapp 19 Stunden benötigt, doch damit nicht
genug: für die Musiker sind innerhalb von fünf Tagen sechs Auftritte zu bewältigen.
Gleich
am ersten Abend präsentiert sich die Kapelle beim Oktoberfest in Calella mit
vier Musikstücken.
Nach
einem Sternmarsch und der offiziellen Begrüßung in Calella geht es am nächsten
Tag mit dem Bus nach Igualada, wo am Abend ein großer Umzug mit anschließendem
Standkonzert der einzelnen teilnehmenden Kapellen stattfindet. Dieser Tag klingt
mit einem geselligen Abend mit katalanischen Spezialitäten und Musik aus.
Weitere
Umzüge mit späterem Standkonzert in Castel de fels und Canet de Mar schließen
sich in den nächsten Tagen an. Bei einem Frühschoppen im Hof des Hotels sind
wie immer die „Holzhackerbuam“ die Sensation.
Selbstverständlich
haben auch die Musiker und nicht nur die Begleitpersonen währen der
Spanienreise die Gelegenheit, die Gegend um Calella zu erkunden und die
spanische Lebensart kennen zu lernen: Sehenswertes wie das Kloster Montserrat,
Barcelona, das Modell von Columbus “Santa Maria“ sowie eine
Flamencoveranstaltung stehen auf dem Programm
1989
Im
Jahr seines 60-jährigen Bestehens überrascht der Musikverein gleich zwei Mal
mit einem Novum:
Am
Seefest lässt sich der Verein mit einem Feuerwerk hochleben und für das
Jahreskonzert im November kann der Liederkranz Ellenberg als Gastverein gewonnen
werden, so dass dem Publikum ein gelungenes Kontrastprogramm geboten werden
kann.
1991
Erstmals
„entführt“ Dirigent Bernd Weber die Blaskapelle im Oktober zur Vorbereitung
auf das Jahreskonzert in ein Probenwochenende in den einsam gelegenen Sonnenhof
im Bayrischen Wald. Von Freitagabend bis Sonntagmittag wird intensiv geprobt und
die Kameradschaft gepflegt.
Bis
heute führt der Verein in unregelmäßigen Abständen vor dem Jahreskonzert ein
solches Probenwochenende durch: zwei Mal haben wir uns in den Bayerischen Wald
zurückgezogen, einmal wurde in der Jugendherberge in Rechenberg geprobt und
seit 1993 haben wir schon sechs Mal die Abgeschiedenheit der Jugendherberge in
Isny im Allgäu für eine intensive Probenarbeit genutzt.
 Aufregende
Tage verbringen die Musiker der Big-Band in diesem Jahr in den USA. Wie schon
vier Jahre zuvor die Stammkapelle waren die Musiker auch 1991 zwölf Tage lang
beim deutschen Schul- und Gesangverein „Germania Park“ in New Jersey zu
Gast. Dort hat die
Big-Band
unter Leitung von Ehrenfried Schütz, welcher ein Jahr zuvor den Dirigentenstab
von Ernst Wildermuth übernommen hatte, insgesamt sieben Auftritte, unter
anderem mehrere beim traditionellen Oktoberfest des Vereins. Unterbrochen wird
der Aufenthalt in New Jersey von einer Fahrt nach Kanada. Ihren Abschluss findet
die Reise mit einigen Tagen Aufenthalt in Orlando, Florida.
1992
Nach
Florida führt die Big-Band auch ihre zweite Amerikareise ein Jahr später: sie
war zu Gast beim deutsch-amerikanischen Club in New Port Richey, der sein 25-jähriges
Bestehen feiert. Auch hier sind die Musiker bei Gastfamilien untergebracht. Bei
mehreren Konzerten bei der Jubiläumsveranstaltung und in New Port Richey trifft
die Big-Band mit ihrer Auswahl an deutscher Blasmusik genau den Nerv der Zuhörer.
Auf
Vorschlag von Bernd Weber wird im Frühjahr das Starkbierfest in Althueb vom
Verein aus der Taufe gehoben. In der zünftig blau-weiß dekorierten
Maschinenhalle werden neben Starkbier auch Weißwürste und Kraut serviert. Eine
Wiederholung findet das Fest im Jahr darauf.
Auch
in der Jugendarbeit entwickelt sich der Verein weiter: Im April wird mit der
Ausbildung von 20 neuen Jungmusikern begonnen. Gleichzeitig beginnt im Bereich
der Jugendarbeit eine Zusammenarbeit mit dem Musikverein Stödtlen; angestrebt
wird eine eigenständige Jugendkapelle, welche sich aus Musikern dieser beiden
Vereine zusammensetzt.
Die
Jungmusiker bei einem Ausflug
1993
Der
Verein stellt sich nach intensiver Probenarbeit der Herausforderung des
Wertungsspieles in Gröningen (Hohenlohekreis) und erreicht in der Mittelstufe
die Note sehr gut – gut.
Nach
längerem Tauziehen ist es soweit: der Ausschuss des Musikvereins gibt sein
Einverständnis zur „Big-Band-Ordnung“, in welcher unter anderem die
Struktur des Ausschusses der Big-Band, die Mitgliedschaft in der Big-Band sowie
das Verhältnis zur Stammkapelle geregelt wird. Die Wahl des ersten
Big-Band-Ausschusses findet im Oktober statt.
1994
Eine
Hocketse am Dorfweiher in Breitenbach soll ab diesem Jahr das Starkbierfest
ersetzen. Zunächst findet das Fest im Mai eintägig statt, doch schon ab dem
darauf folgenden Jahr wird zwei Tage lang gefeiert. Bei dieser Gelegenheit präsentieren
sich alle Gruppierungen des Vereins von der Jugendkapelle über die Stammkapelle
bis zur Big-Band der Öffentlichkeit. Das Weiherfest findet bis 1997 jährlich
statt.
Höhepunkt
dieses Jahres aber ist die zweitägige Musikfahrt nach Tägerig in der Schweiz,
wo der Verein das Publikum bei zwei Auftritten beim Waldfest des dortigen
Gesang- und Musikvereins sehr schnell auf seine Seite bringt. Die Musiker wurden
vom früheren Ellenberger Hans Kleebauer eingeladen und betreut, welcher seit 25
Jahren in der Schweiz lebt. Besonders erwähnenswert ist die dortige
Unterbringung: während die älteren Semester in einen Gasthof einquartiert
werden, nächtigen die restlichen Musiker in einem militärisch genutzten
Zivilschutzbunker in Stockbetten, was der guten Stimmung aber ganz und gar nicht
abträglich ist.
1996
Ein
für einen Musikverein sicher einzigartiges Projekt plant man in diesem Jahr
in Ellenberg. Das Schauspiel "Pygmalion" mit der Musik aus "My
fair Lady" soll zur Aufführung kommen. Das Schauspiel erzählt die
Geschichte des Blumenmädchens Eliza (Sabine Stark), welche von dem Phonetiker
Professor Higgins (Paul Köder) aufgenommen und unterrichtet wird.
Enormer
personeller und materieller Aufwand sind für die Vorbereitungen nötig.
Das Ensemble, das aus Mitgliedern des MV
Ellenberg so wie aus Schauspielern der Region besteht, wird von Harald Rathgeb
aus Stödtlen in Szene gesetzt, die musikalische Leitung unterliegt dem
Dirigenten des MV Ellenberg, Bernd Weber. Ein Novum stellt die Instrumentierung
des Musicals dar: die Stücke werden eigens für kleines Blasorchester und Chor
umarrangiert. Während die Instrumentalisten weitgehend aus den eigenen Reihen
stammen, werden für den Chor erfahrenen und interessierte Sängerinnen und Sänger
aus umliegenden Gemeinden und Vereinen hinzugezogen. Viele fleißige Hände
arbeiten an den benötigten Kulissen und Requisiten, die in Eigenregie erstellt
werden. Insgesamt kommt das Musical vier Mal zur Aufführung: auf die Premiere
in Stödtlen folgen zwei Aufführung in Ellenberg, zum Abschluss wird das
Musical in Rindelbach gespielt. Alle Aufführungen sind ein voller Erfolg, die
vor einem hellauf begeisterten Publikum gespielt werden.
1998
Mit
dem Singspiel "Im weißen Rössl am Wolfgangsee" von Hans Müller und
Eric Charell präsentiert der MV Ellenberg in Zusammenarbeit mit der Concordia
Lauchheim sein zweites Großprojekt. Das weiße Rössl gehört zu den
meistgespielten musikalischen Bühnenstücken im deutschsprachigen Raum.

Die
Handlung rankt sich im wesentlichen um die Romanze zwischen der verwitweten Rössl-Wirtin
Josepha (Sabine Stark) und ihrem Oberkellner, dem smarten Leopold (Fritz
Widmann). Unvergessene Melodien wie "Was kann der Sigismund dafür",
"Im Salzkammergut" oder die Titelmelodie "Im weißen Rössl am
Wolfgangsee" sind wahre Ohrwürmer.
Die
Inszenierung liegt wieder in den Händen von Harald Rathgeb, die musikalische
Leitung hat der Dirigent des MV Ellenberg, Bernd Weber. Neben den Aktiven des MV
Ellenberg stammen die Mitglieder des Schauspiel-Ensembles aus Ellwangen,
Lauchheim und Stödtlen.
Bei
den chorischen Gesangspassagen kommen zum großen Teil die Sängerinnen und Sänger
der Concordia Lauchheim zum Einsatz. Die Instrumentalstücke und die Begleitung
der Gesangspartien übernimmt der MV Ellenberg. Instrumentierung und Arrangement
werden eigens zu diesem Zweck für Blasorchester umgearbeitet.
Die
Premiere, zu der auch der Bundeskanzler eingeladen wird, der aber leider aus
zeitlichen Gründen nicht kommen kann, findet in Stödtlen in einer fast bis auf
den letzten Platz besetzten Turnhalle statt. Weitere Aufführungen sind in
Ellenberg, Lauchheim und Ellwangen zu sehen.
Bei einem
Kirchenkonzert im Dezember unter dem Motto "Musik in der Kirche", bei
dem die Musikkapelle, die Jungmusiker und ein gemischter Chor ihr können unter
Beweis stellen, wird kein Eintritt verlangt sondern um Spenden zu-
gunsten der
Aktion Danielle gebeten. Diese Aktion unterstützt die Finanzierung von
Knochenmarksspendern für Leukämiekranke. Es kommt eine stattliche Summe von
1740,-DM zusammen.
2000
Große
Ereignisse warfen ihre Schatten voraus, als im März der MV Ellenberg das
Musical "Annie Get Your Gun" aufführt.
Die
Akteure haben allesamt schon Erfahrung, denn es ist nun das Dritte Mal, dass sie
für den MV Ellenberg auf der Bühne stehen. "Annie Get Your Gun" ist
eines der weltweit erfolgreichsten Singspiele.
Das
Stück, zu dem der große Komponist Irving Berlin die Musik schrieb, ist am New
Yorker Broadway seit Jahrzehnten aufs Neue ausverkauft. Das Musical erzählt von
der Scharfschützin Annie Oakley (Regina Vatter), die sich in ihren Schützenkollegen
Frank Butler (Fritz Widmann) verliebt und diesen übertrumpft.
Neben den abwechslungsreichen Handlungen und den
farbenfrohen Kostümen sind es vor allem die interessanten Musiktitel, die dem
Stück sein besonderes Flair geben. Inszeniert wird das Stück von Harald
Rathgeb.
Die
musikalische Leitung liegt wieder in den Händen von Bernd Weber, der die Stücke
für Blasorchester arrangiert. Insgesamt wird das Stück 6 Mal gespielt. Die
Aufführungen sind in Ellenberg, Lauchheim und Ellwangen.
Im
Juni können nach Abschluss der Bauarbeiten der Öffentlichkeit die neu gestalteten
Vereinsräume vorgestellt werden. In Eigenleistung haben die Musiker im Laufe
eines Jahres das bereits bestehende Vereinsheim vergrößert und den aktuellen
Ansprüchen angepasst. Für die Lagerung des Vereinseigentums wird zusätzlich
eine Garage erstellt. Beim Tag der offenen Tür haben die Besucher die Möglichkeit,
die Vereinsräume zu besichtigen. Am Vormittag findet die kirchliche Weihe der
Vereinsräume durch Herrn Pfarrer Baudisch statt. Daran schließt sich eine
Hocketse mit musikalischer Unterhaltung durch die Jugend, der Big-Band und der
Musikkapelle an, und kleine Gruppen bieten Kammermusik in den Vereinsräumen.
Im
August diesen Jahres wird zum 25. Mal das Seefest in Haselbach abgehalten.
2002
 Einen
Besuch in Mettlen/Schweiz zur Uniformenweihe der Musikgesellschaft HELVETIA
Mettlen findet im September statt. Der Kontakt zu
dem schweizer Verein war über das Internet geknüpft
worden. Schon im Frühjahr besucht eine Abordnung der Helvetia unseren
Saisonauftakt. Die Übernachtungen erfolgt privat bei Angehörigen unseres
Vereins. So ist es auch bei dem Gegenbesuch in der Schweiz im September geplant.
Bei der Ankunft in Mettlen werden die Musiker schon mit einem Willkommensständchen
der Gastgeber erwartet und nach einem kleinen Umtrunk werden die Quartiere bei
den Gastfamilien bezogen. Am Abend gestaltet unsere Kapelle das Eröffnungskonzert
vor einem begeisterten Publikum. Daran schließt sich eine lange Nacht an. Am
Sonntag ist nach einem Gottesdienst Apero und gemeinsames Mittagessen, am
Nachmittag findet als Höhepunkt des Festes die Uniformenweihe statt, zu der
unsere Kapelle zur Unterhaltung aufspielt. Zum Abschluss werden zwei gemeinsame
Musikstücke mit den Musikkameraden aus Mettlen aufgeführt. Nachdem alles
wieder im Bus verladen ist, und sich alle von ihren neuen Freunden verabschiedet
haben, wird die Heimfahrt angetreten. Sicherlich wird es ein Wiedersehen mit den
Musikern aus der Schweiz geben!
2004
Unser
Jubiläumsjahr eröffneten wir mit der Aufführung einer Revue über das 1929.
Dabei wurde das Gründungsjahr des Musikvereins mit regionalen sowie
überregionalen Ereignissen unterhaltsam dargestellt. Das Programm bestand aus
einer Modeschau, internationalen Schlagzeilen in Form einer Nachrichtensendung,
einem Interview mit einem Zeitzeugen der die regionalen Geschehnisse
beleuchtete, einem Theaterstück indem die Gründung des Musikvereins humorvoll
nachgespielt wurde, Tanzeinlagen, einem Auftritt der Comedian Harmonists und
natürlich viel Musik aus dem Gründungsjahr.
Das
Festwochenende im Juni bildete den Höhepunkt der Feierlichkeiten. Eröffnet
wurde dieses Wochenende mit einem Sternmarsch bestehend aus vier befreundeten
Musikvereinen zum Rathaus. Musik erschallte dabei durch die gesamte Gemeinde,
diese wurde auf das musikalische Wochenende eingestimmt. Anschließend zogen die
beteiligten Vereine zusammen mit vielen Zuhörern ins Festzelt. Dort folgte
anschließend eine Blasmusikparade. Der Samstagabend, der Dorfabend, stand ganz
im Zeichen der Gemeinde Ellenberg. Vom Kinderchor des Gesangvereins bis zu
den Rockoldies der Twens bot der Musikverein ein unterhaltsames Programm. Die
Bambinigarde des Freizeitclubs eröffnete den Abend, anschließend folgten noch
die Jugendkapelle, die Band Molachen, die Flying Steps, die VfB-Turnerfrauen und
die Taucherband. Musikalisch umrahmt wurde dieser Abend von den Musikern aus
Kirchheim. Der große Festumzug am Sonntag bildete den Höhepunkt des
Wochenendes. 43 Gruppen aus Ellenberg und Umgebung beteiligten sich daran. Mit
Marschmusik, liebevoll gestalteten Wägen, in Trachten und Uniformen sind die
Teilnehmer des Jubiläumsfestzugs durch Ellenberg gezogen. Für einen gelungenen
Umzug sorgten die Zuschauer am Straßenrand sowie die Bewohner mit ihren
geschmückten Häusern.
  
Neben
diesen beiden Veranstaltungen fanden 2004 noch ein großes Jugendkonzert, ein
Big Band Konzert und das Jahreskonzert des Musikvereins statt. Durch diese
vielen Veranstaltungen wird das Jubiläumsjahr wohl allen Beteiligten noch lange
in Erinnerung bleiben.
2005
Im
Jahr 2005 besuchten wir vier Tage die Weltstadt Berlin. Gewohnt wurde
geschichtsträchtig am Checkpoint Charlie in der Friedrichstraße. Schon am
Donnerstag wurde eine Stadtrundfahrt unternommen. Am Freitag stand eine Führung
im Reichstag auf dem Programm. Durch den Tiergarten gingen wir zu Fuß zur
Landesvertretung Baden-Württembergs. Dort wurde neben einem interessanten
Vortrag sehr viel Wein konsumiert, so dass es anschließend zu einigen
Ausfällen kam. Am Samstag folgte dann eine große Stadtrundfahrt, dabei wurden
alle wichtigen Ziele angefahren, aber auch Einblicke in das Leben der normalen
Bürger in Kreuzberg waren möglich. Den Abschluss bildete eine Fahrt nach
Potsdam. Abends traf man sich nochmal zum gemütlichen Ausklang in einem
bayrischen Lokal. Den Abschluss bildete am Sonntag ein Ausflug in den
Spreewald. Mit dem Wetter hatten wir vier Tage lang besonderes Glück
immer wenn wir in Gebäuden waren regnete es. Im Gegensatz dazu hatten wir bei
Veranstaltungen im Freien immer Sonnenschein. Alles in allem war es ein
gelungener Ausflug.
2007
In
diesem Jahr machten wir uns zum zweiten Mal auf die Reise in die Schweiz zu
unseren Freunden der Musikgesellschaft Helvetia Mettlen. Wir gestalteten
musikalisch den Samstagabend des Buurehof-Feschds der Musikgesellschaft.
Besonders gut kamen unsere Showeinlagen zu bestimmten Musikstücken an. Vom
Haselbacher Seefest kopierten unsere Gastgeber den traditionellen Bieranstich.
Was in der Schweiz gar nicht so einfach ist, da ein Mangel an Bierfässern
herrscht. Der Abend klang noch lange nach Ende der Musik in der Bar aus.

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